„Die Sache Jesu braucht Begeisterte“ - Algasinger Klosternacht am 15. Juli 2017

Gottesdienst zur Klosternacht unter freiem Himmel: Pfarrer Rainer Maria Schießler und Pater Augustine Annikkattu

Rund 500 Besucher kamen zur Algasinger Klosternacht

Geschäftführer Günter Ducke (rechts) und Prior Frater Bernhard Binder übereichten Pfarrer Rainer Maria Schießler einen Präsentekorb mit Algasinger Köstlichkeiten.

Pfarrer Rainer Maria Schießler überzeugte die Zuhörer mit Wortwitz und Glauben.

Stille Anbetung des Allerheiligsten in der Klosterkirche.

Die Komplet, das Nachtgebet, war der Abschluss der Algasinger Klosternacht.

Algasinger Klosternacht mit Pfarrer Rainer Maria Schießler zog 500 Besucher an

Es war schon eine ganz besondere Klosternacht, die die Barmherzigen Brüder Algasing sich und anderen am 15. Juli zum Jubiläum schenkten: rund 500 Menschen hatten sich aufgemacht, um einen Gottesdienst unter freiem Himmel mit dem bekannten Fernsehpfarrer Rainer Maria Schießler zu feiern, den Prior Frater Bernhard Binder eingeladen hatte. Am Altar zu Füßen der Mariensäule leuchteten rote Herzen, die eigens von den Betreuten der Förderstätte gestaltet worden waren und sich in Spendenboxen für das diesjährige Missionsprojekt des Ordens verwandelten. „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“ – unter diesem Motto der Klosternacht wurden die Spenden für ein Obdachlosenzentrum in Quito, Ecuador, gesammelt.

Pfarrer Schießler, ein echter Münchner und zugleich Träger der „Bairischen Sprachwurzel“, schlug den Bogen von seinen Kindheitserinnerungen im Bayerischen Wald bis hin zum Evangelium, wo das Gleichnis vom Sämann einst den Onkel ob der Verschwendung heftig erzürnte und doch so viel für uns alle bereit halte. Ebenso sollen sich die Gläubigen aufmachen „um ein guter Humus für Gottes Wort zu werden“, damit die Saat Jesu, seine Liebe, in uns keime. Passend auch: „Die Sache Jesu braucht Begeisterte“, eines der vielen schönen Lieder, mit denen die jungen Musikern der Buchbacher Jugendgruppe Jumik, unter der Leitung von Josef Marsmann, den frischen „Feldgottesdienst“ begleiteten.

Die im Münchner Dialekt gehaltene Predigt kam so gut an, dass der „dialektale Menschenfischer“, wie Pfarrer Schießler einmal genannt wurde, noch über eine Stunde lang im großen Festsaal über seine Arbeit in der Münchner Pfarrei St. Maximilian sprach und auch eine Passage aus seinem Buch "Himmel, Herrgott, Sakrament. Auftreten statt austreten" vorlas. Am Ende erhielt der fleißig Autogramme schreibende Priester von Geschäftsführer Günter Ducke und Prior Frater Bernhard Binder einen riesigen Präsentekorb mit Algasinger Köstlichkeiten.

Wer sich zuvor mit kostenlosem Flammkuchen gestärkt hatte, bekam auch viel geistliche Nahrung geboten: Zeitgleich hatte in der schön geschmückten Klosterkirche eine meditative Stunde der Stille mit der Aussetzung des Allerheiligsten stattgefunden. Wunderbar mit Gitarre und Geige musikalisch  untermalt vom Kreis „Jugend2000“ um Rudi Koller.

Die Barmherzigen Brüder luden dann noch zur Komplet, wo der Hausgeistliche Pater Augustine Annikkattu Seite an Seite mit den Barmherzigen Brüdern Meinrad Ebner, Algasing, und Magnus Morhardt, München, zusammen mit der Gemeinde das nächtliche Gotteslob anstimmte.

Kirsten Oberhoff

 

 

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