„Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“

Nach eineinhalb Jahren Lernen neben der Arbeit hält Martin Haberl sein SPZ-Zertifikat in der Hand.

Arbeitsgruppenleiter Martin Haberl hat noch einmal die Schulbank gedrückt und die Sonderpädagogische Zusatzqualifizierung erworben.

Seit seiner Zivildienstzeit, die er bei der Lebenshilfe Landshut in der Pestalozzischule ableistete, hegte Martin Haberl den Wunsch, eines Tages seine Fähigkeiten und sein fachliches Können in der Sozialen Arbeit einzusetzen. Vor drei Jahren war es nun soweit, dass der staatlich geprüfter Holztechniker aus der freien Wirtschaft in die Sankt Josefs-Werkstatt wechselte. Hier, in der Montagegruppe 2, ist er zusammen mit seinem Kollegen Georg Röslmair für die Förderung und Betreuung von insgesamt 24 Personen am Arbeitsplatz verantwortlich. Für die Aufgabe bedarf es einer fundierten pädagogischen Ausbildung, die jede Betreuungsperson in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung vorweisen muss. Im März 2014 begann für Martin Haberl die Sonderpädagogische Zusatzqualifizierung (SPZ) in der Akademie Schönbrunn, die mit schriftlichen Prüfungen und einem Kolloquium Ende November 2015 endete. „Es war wieder Neuland“, berichtete er, „sich nach 14 Jahren nochmals einer schulischen Ausbildung zu stellen, aber der Blick aauf die Arbeit in der Behindertenhilfe schärft sich durch die pädagogischen Aspekte, und die fachlichen Gespräche mit den Studierenden tragen zu einem umfassenden Bild von der Betreuungsleistung am Arbeitsplatz bei“. Er fühle sich sehr wohl in der Werkstatt und mit seinen Kollegen habe sich ein Team gefunden, das ausgezeichnet passt.

Jubel bei den Beschäftigten
Die zehn Wochen Anstrengung haben sich für ihn auf alle Fälle gelohnt und seine Erwartungen wurden voll erfüllt. Nachdem er Brief und Siegel zur erfolgreich abgelegten Weiterbildung erhielt, wurde er mit Jubel von den Beschäftigten in der Arbeitsgruppe empfangen. Eine gemeinsame Feier rundete in gebührender Weise diesen Schritt in der Berufslaufbahn ab. Martin Haberl ist froh, ihn gewagt zu haben, und er erfüllt ihn mit Stolz. Er möchte andere Kollegen, die mit einem Wechsel in eine WfbM liebäugeln, Mut zusprechen: Man brauche keine Angst vor der Lernsituation zu haben. Denn trotz zeitlicher Entbehrungen während der Ausbildung gewinne man schließlich eine große, bleibende persönliche Bereicherung hinzu.

Du hast es fabelhaft geschafft, Martin! Als Deine Kolleginnen und Kollegen in der Sankt Josefs-Werkstatt gratulieren wir Dir herzlich zu Deinem Abschluss und wünschen Dir weiterhin viel Freude und Erfolg am Arbeitsplatz.

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