Feldkreuzsegnung: Ein neues Marterl für Familie Schrallhamer

Familie, Freunde und Nachbarn freuten sich mit den Schrallhamers über das neue Marterl. Pater Augustine (rechts) segnete das Kreuz. Prior Frater Bernhard (4. von rechts) war bei der Suche nach der Christusfigur behilflich.

Wer in ländlichen Gegenden mit offenen Augen unterwegs ist, sieht sie manchmal: Flurkreuze – oder auch Feldkreuze; auf gut bayerisch: „Marterl“. Sie können an einem Weg oder einer Straße, an einer Kreuzung oder auch am Feldrand oder im Wald stehen. Sie sind aus Holz, Stein oder Metall.

Die Gründe, warum an einem bestimmten Platz ein Flurkreuz steht, sind unterschiedlich. Ob aus Dank nach der Rettung aus einer Notlage, als Schutz vor Wetterkatastrophen, Wegmarkierungen für Wanderer und Pilger oder an Orten eines Unglücks – sie sind immer ein Zeichen des Glaubens und finden sich häufig in katholischen Landstrichen.

An einem Feldrand in der Nähe des Hofes der Familie Schrallhamer mit der schönen Adresse Kling 4 (zwischen Landersdorf und Esterndorf) befand sich seit langem ein solches Feldkreuz. Der Zahn der Zeit hatte jedoch Spuren hinterlassen. „Dem Herrgott hat am Schluss sogar ein Arm gefehlt“, erzählt Maria Schrallhamer, Mitarbeiterin auf Gruppe Korbinian und Mitglied im Pastoralrat.

Für Familie Schrallhamer war klar, dass das Feldkreuz erneuert werden soll. Dieses Vorhaben kam bei einem Treffen mit Pater Prior Bernhard Binder anlässlich einer Spendenübergabe zur Sprache. Und dieser konnte bei der Suche nach einer noch fehlenden Christusfigur behilflich sein. Gemeinsam mit Freunden und Nachbarn wurde das Fundament erstellt und das Kreuz gebaut.

Eine kleine Andacht bei strahlend blauem Himmel
An einem sonnigen Oktobersonntag konnten sich Adolfine und Hans Schrallhamer freuen: Pater Augustine aus Algasing segnete das neue Flurkreuz. Gemeinsam mit Familie, Nachbarn und Freunden feierte man eine kleine Andacht – direkt am Kreuz am Feldrand bei strahlend blauem Himmel. Frater Bernhard zeigte sich beeindruckt von so viel Freude, mit der die Familie dieses Vorhaben angepackt hat. Gern haben er und Pater Augustine dazu beigetragen.

Wie wichtig der Glaube für ihn und seine Familie ist, zeigten die einführenden Worte von Hans Schrallhamer. Egal ob bei Schicksalsschlägen in der älteren und jüngeren Vergangenheit oder bei überstandenen Gefahren und dem Dank für seine Familie an sich – es war deutlich, dass die Freude bei allen über das neue Kreuz mit dem Herrgott groß war.

Ein Feldkreuz ist nicht nur für die Besitzer des Grundstücks, auf dem es steht, da. Vielleicht freut sich mancher Wanderer oder Besucher im Vorbeigehen darüber. Und vielleicht verschlägt es auch einmal einen „Algasinger“ dorthin!

 

 

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