Mit den Brüdern beim Weltjugendtag

Marianne Geisberger (links) mit Teilnehmern beim Weltjugendtag

Die Algasinger Mitarbeiterin Marianne Geisberger reiste mit der bayerischen Delegation der Barmherzigen Brüder zum Weltjugendtag in Polen – ein unvergessliches Erlebnis, wie sie berichtet:

Vom 26. bis 31. Juli 2016 war in Krakau der Weltjugendtag. Die Hospitalfamilie traf sich bereits ab dem 24. Juli in Konary. Aus Deutschland nahmen Frater Seraphim, Frater Karl und ich teil. Schon die Begrüßung in Konary war sehr herzlich.

Konary ist eine Einrichtung für Menschen mit einer geistigen oder psychischen Behinderung unter der Trägerschaft der Barmherzigen Brüder. In den Räumen der Förder- und Tagesstätte wurden wir untergebracht. Hierfür wurden die Werk- und Therapieräume ausgeräumt und mit Matratzen ausgestattet, so entstanden „Schlafzimmer“ für zwei bis sechs Personen.

Schon am ersten Abend konnten wir uns von der hervorragenden Organisation der polnischen Brüder überzeugen. Wir besuchten ein Konzert in Krakau. Egal an welchen Tag und zu welcher Uhrzeit wir von einem Ort zum anderen gebracht werden mussten, standen immer genug Fahrzeuge bereit, damit keiner lange warten musste. Auch die Verpflegung war wunderbar und reichlich, ganz gleich ob wir in Konary, Krakau, Zebrzydowice oder mit Lunchpaketen versorgt wurden.

Vortrag des Generalpriors
Am Montag hatten wir einen sehr interessanten Tag in Konary. Am Vormittag hielt Generalprior Frater Jesús Etayo Arrondo einen Vortrag über die „Hospitalität heute – was ist unsere Aufgabe heute“. Im Anschluss wurden Sprachgruppen gebildet, in denen sehr gute und aufschlussreiche Gespräche und Diskussionen entstanden. In der deutschen Gruppe waren wir 16 Personen: 15 Brüder und ich. Diese Konstellation ermöglichte es, die Themen aus zwei verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, was oft in der alltäglichen Arbeit nicht möglich ist. Am Nachmittag ging es um das Leben und die Arbeit von Frater Fortunatus Thanhäuser. Am Abend war der „Begrüßungsabend“, an dem gegrillt wurde. Es waren noch nicht alle mit dem Essen fertig, als die „Bescherung“ begann. Also, ich habe es Bescherung genannt, denn wenn sich die Barmherzigen Brüder treffen, bringt jede Provinz Geschenke für alle mit. Und als Rahmenprogramm führt jedes Land landestypische Tänze oder Lieder vor.

Am Dienstag war dann die offizielle Eröffnung des Weltjugendtages, an der wir natürlich als Gemeinschaft, in den gleichen roten T-Shirts teilnahmen. An den Folgetagen nahmen wir an den Veranstaltungen des Weltjugendtages teil. Zwischendrin hatten wir auch noch eigene Programmpunkte wie Besichtigung der Einrichtungen in Konary und Zebrzydowice; Besuch des Wallfahrtsortes Kalária; Besichtigung des Konventes in Krakau; und Besuch des Jugendfestival in Siepraw, das wir mit unserer Anwesenheit sehr bereicherten, da nur ein paar Einwohner des Dorfes anwesend waren.

Vor der Papstmesse im Freien übernachtet
Am Samstag nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Campus Miserikordie, wo die Vigil am Samstagabend und die Papstmesse am Sonntag stattfanden. Wie es beim Weltjugendtag üblich ist, haben auch wir die Nacht von Samstag auf Sonntag im Freien verbracht. Dies mit einem sehr großen Sicherheitsaufgebot an Polizei, Militär und Feuerwehr. Wegen der momentanen unsicheren Lage weltweit waren während der gesamten Weltjugendtage Militär, Polizei und Feuerwehr in einer großen Anzahl präsent, auch mit Booten und Hubschraubern. Dies fand ich sehr traurig, dass es anders nicht mehr möglich ist, eine Großveranstaltung abzuhalten.

Der Weltjugendtag 2016 in Krakau war ein unvergessliches Erlebnis. Was auch an der „Familie der Hospitalität“ lag, da man sich gleich vom ersten Moment an aufgenommen und willkommen fühlt.

Marianne Geisberger
Pastoralratsvorsitzende Barmherzige Brüder Algasing

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